Kundgebung zum Bauvorhaben Yorckstraße

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30 Anwohner sind der Einladung zur Kundgebung in der Yorckstraße gefolgt

Der Vorsitzende der Unabhängigen Detlev Stolzenberg fordert die lückenlose Aufklärung, wie der genehmigte Bauvorbescheid zur Neubebauung in der Yorckstraße zustande gekommen ist. „Nach der Aktenlage ist ersichtlich, dass das Bauvorhaben von den Fachbehörden als nicht genehmigungsfähig eingestuft wurde. Der Bau eines Querriegels parallel zur Wakenitz mit 3 Geschossen, plus Staffelgeschoss überschreitet den zulässigen Rahmen des Einfügens. Nach einem Gespräch mit dem Bausenator wurde dann trotzdem genehmigt. Diese Genehmigung bedarf dringend einer fachlichen Überprüfung.“ erklärt Stolzenberg.

Genehmigungspraxis im Rathaus muss reformiert werden

Bei der Bürgerschaftsdebatte am vergangenen Donnerstag, als über den Abriss des alten Eishauses in der Yorckstraße 23-25 beraten wurde, ging es bei den Anträgen von GAL, Grünen und CDU um die Beachtung der artenschutzfachlichen Auflagen und denkmalpflegerische Bewertungen. Dies sei zu wenig, kritisiert Frank Müller-Horn, Lübecker Stadtökonom der sich bei den Unabhängigen engagiert: „Natürlich sind die Artenschutzbestimmungen zwingend zu beachten. Auch der Denkmalwert ist darzulegen. Aber die Konzentration auf diese Diskussion verstellt den Blick auf die weitaus schlimmeren Folgen des Gesamtvorhabens: Dieser Gebäudekomplex sprengt die städtebaulichen Rahmenvorgaben und führt zu einer städtebaulichen Beeinträchtigung des Quartiers.“
Die Unabhängigen fordern deshalb Konsequenzen und eine Reform der Genehmigungspraxis innerhalb der Bauverwaltung. „Sollte der Bauvorbescheid fehlerhaft sein, ist er zurück zu nehmen. Städtebaulich bedeutsame Vorhaben sind dem Bauausschuss vorzulegen und Handlungsmöglichkeiten sind vor Erteilung einer Genehmigung zu beraten. Dies führt zu mehr Akzeptanz und Planungssicherheit.“ so der freischaffende Stadtplaner Detlev Stolzenberg.

2 KOMMENTARE

  1. Frage:

    Warum wird für die Bebilderung eines Artikel über die Kundgebung ein Bild verwendet, das nicht von der Kundgebung stammt? Die Kundgebung fand am 26. Februar um 16:00 Uhr statt. Herr Stolzenberg hat das Bild aus dem Post allerdings bereits um 12:34 Uhr am 26. Februar auf seinem Facebook-Profil gepostet. Es kann also nicht die Kundgebung bebildern.

    • Hallo Herr Fürter, vielen Dank für Ihren Kommentar. Gerne habe ich das Bild der Kundgebung, die nachmittags stattfand, eingefügt. Schön, dass Sie so exakt unsere Aktivitäten verfolgen und Hinweise geben, damit wir noch besser werden. Schöne Grüße Detlev Stolzenberg

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