8. Bildung

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Bestehende Schulstandorte stärken

Die bestehenden Schulstandorte sollen unter Berücksichtigung der berufsbildenden Schulen fortentwickelt werden. Bei Stadterweiterungen mit erheblichem Einwohnerzuwachs wie jetzt am Geniner Ufer geplant, ist ein Grundschulneubau vorzusehen. Zusätzliche Schulangebote in freier Trägerschaft sind als Ergänzung der Angebote willkommen.
Die wohnortnahen Grundschulstandorte sollen erhalten bleiben. Die konsequente Sanierung und Modernisierung der städtischen Schulgebäude muss fortgesetzt werden. Dabei ist eine Kooperation mit dem Gebäudemanagement des Landes (GMSH) anzustreben.
Auf den Neubau eines weiteren Gymnasiums soll verzichtet werden, so lange an den sieben Gymnasien, drei Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe und den drei beruflichen Gymnasien an den Berufsschulen genügend Kapazitäten zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife/Abitur vorhanden sind. Der Bedarf an Sekundarstufe-II-Plätzen soll zunächst über die bestehenden Gemeinschaftsschulen gedeckt werden.
Den Schulen sollen wieder feste Hausmeister zugeordnet werden. Durch die Zugehörigkeit wird das Engagement der Hausmeister gestärkt, was wiederum den Erhalt der Schulgebäude verbessert.
Die Anbindung der Schulen an das Glasfasernetz soll zügig umgesetzt werden.

Bildungsangebote stärker zusammenführen

Inklusion und Schülerbetreuung sollen durch eine enge Kooperation zwischen Kindertagesstätten, freien Trägern und Schulen gestärkt werden. Die Zusammenarbeit zwischen der Kommune, Museen, Kultureinrichtungen, den Hochschulen, der Volkshochschule und gesellschaftlichen Bürgerbildungseinrichtungen soll verbessert werden. Dabei ist auf die gesellschaftlichen Aspekte und die Nutzbarkeit besonderer Wert zu legen. Die Verlegung der Verwaltung der Volkshochschule von der Innenstadt nach Moisling halten wir nicht für sinnvoll.

Betreuung gewährleisten

In den Stadtteilen sollen Kitas Früh- und/oder Spätbetreuung anbieten, um die Berufstätigkeit der Eltern zu ermöglichen. Der Elternanteil für Geringverdiener soll reduziert werden um die Rückkehr ins Erwerbsleben zu erleichtern.
Betreute Ganztagsangebote sollen den gleichen Betreuungsschlüssel erhalten wie Horte. Das Raumangebot soll an den unterschiedlichen Standorten ausreichend berücksichtigt werden.

Weiterbildung stärken

Wir wünschen weitere Studiengänge für Lübeck sowie den Ausbau der Universität zu einer Volluniversität. Der Bau weiterer Studentenwohnheime soll geprüft werden, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Ein Internat für Berufsschüler sichert den Standort der Landesberufsschulen.
Zur Attraktivitätssteigerung des Ausbildungsstandorts Lübeck und damit zur Sicherung der Fachkräfte in Lübeck fordern wir ein Azubi-Ticket analog zum Studi-Ticket. Das Finanzierungskonzept soll gemeinsam mit den Unternehmen und öffentlichen Trägern erarbeitet werden.

Maßnahmen zu Bildungsangeboten in Kooperation mit Eltern, interkulturellen Gruppen und anderen Bildungsträgern:

• Bedarfsorientierte Schulangebote stärken auf der Grundlage korrekter Gutachten
• Kooperation zu Bildungsangeboten mit dem Land
• Angebote der Volkshochschule und ehrenamtlicher Träger unterstützen
• Zusätzliche Fakultäten / Volluniversität
• Studentenwohnheime fördern
• Kooperation mit dem Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), um den Sanierungsstau in Schulen zu beenden
• Qualität und Umfang in der Kinderbetreuung verbessern und diese flexibler gestalten
• Früh- oder Spätöffnung jeweils im Stadtteil anbieten
• KiTa-Kosten senken
• Azubi-Ticket mit der Wirtschaft entwickeln
• Hausmeister den Schulen zuordnen
• Bundeseinheitliches Bildungssystem
• Inklusionsmodell in Frage stellen oder die Rahmenbedingungen ändern
• G9–Finanzlasten sind durch das Land zu tragen