6. Klima und Umwelt

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Klima und Umweltschutzmaßnahmen schützen den Menschen

Auf die Reinhaltung der Luft, der Gewässer und des Bodens legen wir besonderen Wert. Ziel unserer Politik ist deshalb, mit den natürlichen Lebensgrundlagen behutsam und in Verantwortung gegenüber kommenden Generationen umzugehen.

Stadtentwicklung ökologisch vernünftig gestalten

Bei jeder Inanspruchnahme von Natur und Landschaft müssen die Eingriffe in die natürlichen Ressourcen so gering wie möglich gehalten werden. Der erforderliche Ausgleich soll vorrangig in räumlicher Nähe erfolgen, damit die Beeinträchtigungen vor Ort soweit wie möglich kompensiert werden können.
Die Abgas- und Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen ist durch eine Reduzierung des Individualverkehrs zu mindern. Die Einleitung von ungereinigtem Schmutzwasser in die Trave muss zügig beendet werden. Altlastenstandorte müssen saniert, Bauschutt aus Atomkraftwerken darf nicht auf Lübecker Deponien abgelagert werden.
Urbanes Gärtnern auf städtischen Flächen sowie Klima- und Naturschutzprojekte sollen forciert werden. Zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen muss das seit langem vorliegende Konzept für ein Umweltbildungszentrum endlich umgesetzt werden.
Das Entwicklungskonzept „Lübeck 2030“ bedarf einer Korrektur. Bei Flächenentwicklungen müssen weitere Alternativen berücksichtigt werden. Dabei müssen ökologische Prüfkriterien beachtet und eine ausgleichende Abwägung vorgenommen werden. Die bisher aus-geklammerte Freiflächenkonzeption muss Teil einer umfassenden Stadtentwicklung sein und ist in dem Konzept „Lübeck 2030“ zu ergänzen.

Maßnahmen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und in Verantwortung für die kommenden Generationen:

• Das Projekt „Essbare Stadt“ ist zu fördern
• Kommunales Solarkataster erstellen
• Öffnung aller geeigneten kommunalen Dächer für private Solaranlagen
• Förderung von Dachbegrünung zur Feinstaubreduzierung
• Unterstützung von Angeboten der Umweltbildung
• Vorhandene Konzepte zu Klimaschutz, Mobilität und biologischer Vielfalt endlich angehen
• Strategiekonzept zum Erhalt der biologischen Vielfalt aufstellen
• Klimaschutzkonzept zügig umsetzen mit angemessener Personal-Ausstattung!
• Umsetzung der Beschlüsse der Regionalkonferenz der Norddeutschen Küstenstädte
• Umsetzung des Bienenaktionsplans
• Konzepte zur CO2-Reduzierung umsetzen
• Umweltbildungszentrum zügig zur Umsetzung bringen (nicht das Museum ersetzen)
• Stärkung der Klimaleitstelle
• Bessere Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Umwelt + Natur und Verkehr + Stadtgrün
• mit Bäumen und Grünstrukturen auf öffentlichen Flächen behutsamer umgehen
• Extensive Grünflächenpflege ausweiten
• Umwelt-, Natur- und Klimaschutz bei Baumaßnahmen beachten:
• keine Reduzierung, Umwidmung und Aufgabe von Naturschutzgebieten für Bau- und sonstige Vorhaben
• Flächenverbrauch begrenzen, Neuversiegelungen in räumlicher Nähe zum Eingriffsort durch Entsieglung kompensieren, Versiegelungskataster anlegen
• Bei Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals abwägen zwischen Eingriff in die Umwelt und Verkehrsumlenkung
• Informationen zu Altlastenstandorten müssen öffentlich gemacht und diese nach ihrer Gefahrenabschätzung saniert werden.
• Keine Genehmigung für Einlagerung von Bauschutt aus Atomkraftwerken auf der Deponie Niemark oder privaten Bauschuttrecyclinganlagen.
• Besserer Lärm- und Emissionsschutz
• Verkehrsberuhigung nicht nur in der Altstadt
• Fehmarn-Belt-Trasse nur mit umfassenden Lärmschutzmaßnahmen umsetzen
• Sanierung der Einleitstellen Mischwasser zum Gewässerschutz
• kein ungereinigtes Schmutzwasser aus Mischwasserkanälen in die Trave
• Einstieg in die Umsetzung des Konzeptes: Busverkehr zum Nulltarif
• Kostenlose Park- and Ride-Angebote
• Keine 380 KV Leitung von Herrenwyk nach Stockelsdorf (Ergebnis der Gutachten des Kreises Ostholstein beachten)
• Förderung des Tierheims Reesebergweg durch städtische Mittel

4 KOMMENTARE

  1. Lärm und Emissionsschutz , dass hört sich gut an . Einige Stadtteile in Lübeck, scheinen davon abgehängt z.B Siems ! Auflagen zum Lärmschutz, scheinen hier nicht zuzählen. Einige Mitarbeiter des LLUR machen es sich auch einfach und bequem !!!!!

  2. Toiletten unisex und gleichzeitig behindertengerecht wären großartig! Vielleicht könnte man diese attraktiv begrünen und so gleichzeitig als Lärmschutz benutzen?

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