9. Kultur

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Kultur ist wertvoll

Wir wollen die herausragenden Kulturangebote in Lübeck langfristig sichern. Bei der Finanzierung ist auf eine stärkere Beteiligung des Landes und der Nachbarkreise hinzuwirken. Eine Kulturabgabe der Profiteure zur Finanzierung von Kulturprojekten ist sinnvoll. Kunst- und Kulturförderung muss transparent sein und auch freie Kulturangebote einschließen. Wir wollen Kunstschätze und Welterbe ideell und monetär besser in Wert setzen.

Kunst fördern

Kulturelle Bildung kann durch Kunst im Stadtraum gestärkt werden. Graffiti- und Street-art-Künstlern sollen Flächen geboten werden. Lübecks potenzielle Subkultur soll durch kostengünstige Proberäume und alternative Ateliers gefördert werden.

Welterbe öffentlich machen

Der Umgang mit Lübecks Welterbe muss verbessert werden. Der historische Stadtgrundriss und die zahlreichen Baudenkmale stellen einen besonderen Wert dar und gewährleisten die Einmaligkeit des Standortes. Dazu soll das Welterbe stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Unabhängigkeit der Denkmalpflege ist durch einen fachlichen Austausch mit ehrenamtlichen Institutionen zu stärken, Einzelinteressen ist entgegenzuwirken.

Kultur-Maßnahmen als Standortvorteil und Wirtschaftsförderung verstehen:

• Finanzierung der herausragenden Kulturangebote langfristig sichern
• Kleine alternative (z. B. künstlerische, kulinarische, kulturell innovative) Projekte auch in den Stadtteilen fördern u. a. durch günstige Mietverträge, Ausstellungsmöglichkeiten, Förderung von hochwertigen Veranstaltungen
• Förderung folgender Projekte: Völkerkundesammlung, Grenzmuseum, Geschichtswerkstatt, Seebadmuseum, Katharinenkirche, Museum für Natur- und Umwelt und weitere private und öffentliche Einrichtungen
• Welterbe weiter entwickeln (sollte Teil der Denkmalpflege werden und nicht mehr Teil der Bauabteilung bleiben)
• Denkmalschutzbehörde personell und konzeptionell stärken
• Interkulturelle Zusammenarbeit stärken
• Die Schätze des Völkerkundemuseums „heben“ und nicht länger in Archiven verstauben lassen. Wer eine Hansestadt ist und die Hanse lebt und feiert, der muss auch die Schätze aus aller Welt wertschätzen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
• Zeitversetzte Nutzung von Museen durch Unterscheidung von Touristen und Lübeckern als Nutzer (z. B. Buddenbrookhaus im Januar und Februar schließen und das Aufsichtspersonal in dieser Zeit in der Völkerkundesammlung einsetzen)
• Sensibilität für archäologische Funde auch in den Stadtteilen fördern